Es folgt ein Beitrag von einem Benutzer des Austrian Soccer Board, der vielen Rapid-Fans aus der Seele spricht. Der Autor dieser Zeilen war einverstanden,... Kommentar: Die grün-weiße Titanic
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Shop_SK Rapid Wien - Wappen mit FarbenEs folgt ein Beitrag von einem Benutzer des Austrian Soccer Board, der vielen Rapid-Fans aus der Seele spricht. Der Autor dieser Zeilen war einverstanden, dass sein Beitrag hier als Kommentar veröffentlicht wird:

Ich habe nach dem Spiel ein paar Stunden gebraucht, um die Fassung wieder zu erlangen! Wir hatten in der jüngeren Vergangenheit viele Spiele, wo man sich über die Leistung der Herren in Grün-Weiss ärgern mußte und durfte. Aber heute konnte ich mich nicht einmal mehr ärgern!

Jede halbwegs normal funktionierende Truppe hätte aus dem Sieg im Cupspiel einen Motivationsschub mitgenommen, mit dem alleine man den nächsten Gegner gefressen hätte. Aber bei uns? Nein, wir spielen eine Halbzeit lang ganz gemächlich mit und pfeifen in der zweiten Halbzeit ganz gepflegt auf den Verein, die Farben und die Fans!

Und die Einstellung einiger Herren muss man erneut – wie oft noch? – schwerstens in Frage stellen. Als ich Murg dabei beobachten durfte, wie er nach einem verlorenen Zweikampf (wo nur er selbst schuld daran war, dass der Ball weg ist) einfach herum gestikulierend stehen bleibt, ist in mir Zorn hochgestiegen, dass ich dachte, mich zerreißt es gleich!

Viele hier schreiben, dass ihnen Rapid mittlerweile egal ist. Nachvollziehbar, aber mir kann der VEREIN einfach nicht egal sein! Die Spieler, die Verantwortlichen, der Vorstand aber sind es mir sehr wohl auch! Denn diese unlustige Komödiantentruppe verdient es einfach nicht, dass man sich Sorgen macht!
Es schmerzt unglaublich, zusehen zu müssen, wie wir lachenden Gesichtes Richtung Abgrund schreiten und dabei noch Witze machen! Trotzdem scheint niemandem in Hütteldorf der Ernst der Lage bewußt!

Ein Haufen Blender und selbstverliebter Ignoranten spielt weiter „Profifussball“ und verhält sich dabei wie ein Anfänger, der das erste Mal in seinem Leben mit einem Fussballmanager-Spiel konfrontiert wird. Mich erinnert unsere Situation immer mehr an den Untergang der Titanic. Da wurden auch tonnenweise Warnungen in den Wind geschossen, Mannschaft und Passagiere soffen und beschäftigten sich mit sich selbst und auch nach dem Crash mit dem Eisberg wurde noch gescherzt und weiter gefeiert!

Die „Mannschaft“ (=Verantwortliche samt Trainerstab) und die „Passagiere“ (= die Spieler, auf die diese Bezeichnung sehr gut zutrifft, denn die sind bei Weitem nicht mehr in der Lage irgend etwas Positives zur Kontrolle des Schiffes beizusteuern) verhalten sich bei ihrer Tätigkeit wie blutige Anfänger bzw. wecken das Gefühl, dass es ihnen völlig egal ist, dass der Dampfer seinem letzten Crash entgegensteuert. Frei nach dem Motto „aber die Kabinenparty war geil, Oida!“

Leider werden die Herren aber von diversen Experten in aller Öffentlichkeit noch in ihrer Denkweise unterstützt. Immer wieder hört und liest man aus verschiedenen Ecken (wie auch heute wieder – beispielsweise Alfred Tatar), dass Rapid gar nicht absteigen kann. Und begonnen bei Krammer („Abstieg ist denkunmöglich“) bis zu Kaderspieler Szanto („wir haben das Spiel heute dominiert“) leidet mittlerweile jeder bei diesem einst so stolzen Verein an völligem Realitätsverlust!

Und das Traurigste an der ganzen Situation ist, dass in absehbarer Zeit auch keine Besserung in Sicht ist. Zuviele dieser sogenannten Profis haben längerfristige Verträge beim Verein (besonderen Dank hier an Andreas Müller), um den Kader neu aufzustellen. Trotzdem müßte man sich von (mindestens!) 8-12 Spielern des aktuellen Kaders mit Saisonende trennen
Und so sehr ich den Goran Djuricin mag, sollte kein Gedanke mehr daran verschwendet werden, dass er nach dem Cupfinale noch Cheftrainer bei Rapid ist. Allerdings, und soweit sollte man Realist sein, wird auch kein neuer Trainer aus Rapid so schnell wieder einen Europacup-Anwärter mehr machen!

Ganz ehrlich: ich habe Angst um meinen geliebten Verein! Und den diversen Akteuren scheint das völlig egal zu sein!

Hier geht es zum Original-Beitrag im Austrian Soccer Board.

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holybatman

  • Alex

    Mein Zorn ist ein Ähnlicher. Aber nix für ungut, einiges an Bullshit ist in dem Artikel trotzdem enthalten. Dem Verfasser ist anscheinend zB nicht ganz klar das Spieler und deren langfristige Verträge das Katipal eines Vereins sind.
    Oder das Medienautritte junger Spieler nicht sonderlich geübt/glücklich sind und nicht die richtigen Worte gefunden werden – besonders in Krisenzeiten (das die richtige Einstellung vorhanden ist, davon gehe ich aus – und muss/kann nur vom Trainer beurteilt werden, und nicht von einzelnen Interviews und deren Zuhörern).
    Wie gesagt, ist mein Zorn ein ähnlicher, und noch mehr nach solch unnötigen Niederlagen wie gg. die Admira.
    Trotz allem gehören Krisen zu jedem (Fussball/Sport)-Verein. Keiner macht Fehler absichtlich (von denen leider zuviele gemacht wurden und werden) und bringt sich gerne um die eigenen Früchte. Jeder der mal (als Spieler) etwas höher wie in der „Schutzgruppe“ aktiv war, wird das bestätigen können.