Die Saison geht allmählich in die entscheidende Phase und sowohl das Aufstiegsrennen als auch der Abstiegskampf bleiben weiter spannend. Bei den österreichischen Legionären gab... 2. Deutsche Liga: Rot-weiß-rote Torhüter überzeugen

_Torhüter 1Die Saison geht allmählich in die entscheidende Phase und sowohl das Aufstiegsrennen als auch der Abstiegskampf bleiben weiter spannend. Bei den österreichischen Legionären gab es mehrere Comebacks und die ein oder andere Torbeteiligung zu bewundern.

Die Roten Teufel siegen im Legionärs-Duell

Am Freitag gewann Greuther Fürth zu Hause gegen Dynamo Dresden mit 1:0. Bei den Hausherren fehlten Zulj (Bauchmuskelverletzung), Derflinger und Gugganig und standen somit nicht im Kader.

Fortuna Düsseldorf verlor zu Hause mit 1:3 gegen St. Pauli und befindet sich mittendrin im Abstiegskampf. Negativer Höhepunkt des Spiels war, dass sich Kevin Akpoguma einen Halswirbel brach und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nun zum Sportlichen. Christian Gartner startete bei den Heimischen erneut als Linksaußen und zeigte dabei eine ansprechende Leistung. Der Österreicher hat mehrere gute Chancen auf die Führung für die Fortuna, doch im entscheidenden Moment versagten bei ihm etwas die Nerven und er konnte aus seinen Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Positiv jedoch ist, dass er zu diesen Chancen kommt und auch selbst Tormöglichkeiten initiieren kann. Seine Formkurve ist stark steigend.

Die Roten Teufel aus der Pfalz landeten einen wichtigen 1:0-Sieg gegen die Münchner Löwen und verschafften sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Mwene und Vucur begannen wie gewohnt im rechten Mittelfeld bzw. in der Innenverteidigung. Beide erwischten nicht ihren besten Tag, konnten aber dennoch ihren Anteil zum Sieg beitragen. Mwene hatte große Probleme mit seinem Gegenspieler (meist war es Lumor) und bekam ihn nur selten in den Griff. Offensiv blieb er blass. Das Spiel von Vucur war geprägt von Unsicherheiten. Leichte Ballverluste und unglückliche Klärungsversuche waren dabei an der Tagesordnung. Bei den Gästen startete Liendl im zentralen Mittelfeld und durfte über die volle Distanz mitwirken. Er war die Schaltzentrale im Löwenspiel, konnte aber nur durch Standards Torgefahr ausstrahlen. Seinen Pässen in die Tiefe fehlte es teilweise an Klarheit und so wurden die 60er meist aufgrund von Fehlern der Lauterer gefährlich.

Zweimal Remis am Samstag

Bielefeld konnte in Heidenheim ein 2:2 erreichen. Prietl durfte bei den Gästen von Beginn an ran und spielte dabei als Sechser vor der Abwehr. Der zweikampfstarke Österreicher absolvierte eine recht unauffällige Partie, bei der er hauptsächlich als Abräumer vor der Abwehr fungierte. In Hälfte Eins hatte er Probleme ins Spiel zu finden, erledigte seine Sache danach aber recht ordentlich. Anzukreiden ist ihm jedoch, dass er sich zu wenig ans Spiel anbindet, obwohl er eine zentrale Position bekleidet. Rasner saß bei Heidenheim nur auf der Bank.

Im zweiten Samstagsspiel holte Aue zu Hause gegen Hannover ein 2:2-Unentschieden, wobei der Ausgleich für die Hausherren in allerletzter Minute fiel. Sahin-Radlinger saß bei 96 auf der Bank und Harnik stand in der Startelf. Der Offensivmann begann auf der rechten Außenbahn im 4-2-3-1-System, wechselte aber mit dem zentralen Stürmer Füllkrug öfters die Position. Harnik gab drei Torschüsse, wobei einer den Weg ins Tor fand. Es war das bereits 15. Saisontor für den Angreifer. Ansonsten fiel er durch seine Laufbereitschaft auf und beschäftigte die Abwehr der Mannen aus dem Erzgebirge. Eine solide Vorstellung des Stürmers, der mit Hannover weiterhin gute Karten für eine Rückkehr in die Bundesliga hat.

Karlsruher Abgesang in Sandhausen

Am Sonntag gewann Braunschweig zu Hause mit 2:0 gegen Bochum. Wydra war nach überstandener Verletzung wieder Teil des Kaders, wurde aber nicht eingewechselt. Stöger befindet sich weiterhin im Aufbautraining.

Sandhausen schoss Karlsruhe durch den 4:0-Heimsieg wohl endgültig in Liga Drei. Knaller und Kulovits agierten bei den Heimischen in starker Form. Der Torhüter war zu Beginn gefragt und hielt seinen Kasten durch starke Reflexe sauber. Kapitän Kulovits stellte seine Wichtigkeit im Spiel des SV unter Beweis, da er mit einer gesunden Härte zu Werke ging und die Angriffsversuche des KSC früh unterband. Er spielte kaum Fehlpässe, bewegte sich gut und war für die Spieler der defensiven Viererkette im anspielbar. Bei den Gästen stand Hoffer etwas überraschend wieder in der Startelf und Sallahi war verletzungsbedingt kein Teil des Kaders. Der österreichische Stürmer erwischte einen schwarzen Tag und kam nur zu einer Halbchance. Nach den anfänglichen Offensivbemühungen des KSC verebbten ihre Ambitionen immer wie mehr und Sandhausen hatte leichtes Spiel. Hoffer hatte kaum Anbindung an die Partie und spielte bezeichnenderweise insgesamt nur neun Pässe im gesamten Match.

Würzburg gelang gegen Nürnberg kein Befreiungsschlag und so endete das Frankenderby mit einem 1:1-Unentschieden. Margreitter startete bei den Gästen in der Innenverteidigung. Der Abwehrmann hatte zuletzt vier Wochen lang gefehlt, fand aber sofort wieder ins Spiel. Auch seine Torgefährlichkeit hat er nicht eingebüßt, denn nach einem Eckball erzielte er beinahe einen Kopfballtreffer. Defensiv eine solide Vorstellung des Österreichers. Siebenhandl stand bei Würzburg zwischen den Pfosten und hielt bravurös. Beim Gegentreffer war er machtlos, beeindruckte aber ansonsten mit starken Reflexen auf der Linie.

Stuttgart im Spitzenspiel siegreich und Fazit

Am Montag konnte Stuttgart Union Berlin mit 3:1 besiegen. Bei den Eisernen stand Trimmel in der Startformation, Hosiner wurde eingewechselt, Pogatetz saß die gesamte Zeit über auf der Bank und Gspurning stand nicht im Kader. Trimmel war an vielen entscheidenden Situationen beteiligt, denn er verschuldete den Freistoß zum 0:1, wobei es eigentlich ein faires Einsteigen des Verteidigers war, und bereitete das 1:2 durch Polter mit einer starken Flanke vor. Ansonsten hatte er teilweise Probleme mit seinen schnellen Gegenspielern und konnte sich nur spärlich in die Offensive einschalten. Trimmel hatte schon deutlich bessere Vorstellungen abgeliefert. Hosiner kam 20 Minuten vor Schluss ins Spiel, mehr als eine Halbchance sprang dabei aber nicht heraus. Bei den Schwaben wurde Klein in Minute 80 ins Spiel gebracht, um die Abwehr zu stabilisieren. Er nahm nicht mehr entscheidend am Spiel teil.

Die Torhüter Siebenhandl und Knaller waren die besten Legionäre an diesem Wochenende. Durch ihre hervorragenden Paraden konnten sie gute Torchancen ihrer Gegner zunichtemachen. Kulovits, Margreitter und Harnik, dem sogar ein Tor gelang, zeigten ebenfalls ansprechende Leistungen und waren wichtige Stützen für ihre jeweiligen Mannschaften. Die Performances von Mwene, Vucur, Gartner, Liendl, Prietl und Trimmel waren ausbaufähig und die Spieler haben deutlich Luft nach oben. Hoffer erwischte einen schlechten Tag; von ihm kam gar nichts. Hosiner und Klein kamen zu Kurzeinsätzen, konnten jedoch keine Akzente setzen. Pogatetz, Sahin-Radlinger, Wydra und Rasner saßen die gesamte Spielzeit über auf der Ersatzbank. Stöger, Zulj, Derflinger, Gugganig, Gspurning und Sallahi standen aus unterschiedlichen Gründen nicht im Kader ihrer Mannschaften.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer