In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,...
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_Kevin Wimmer - 1.FC KölnIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Im ersten Teil unseres Leistungschecks blicken wir auf die Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem SV Werder Bremen, bei der gleich drei Österreicher in der Startaufstellung standen.

1. FC Köln – SV Werder Bremen   1:1

Der SV Werder Bremen sicherte sich mit einem Unentschieden in Köln den 17. Punkt in der Rückrunde und hat damit jetzt schon genauso viele Zähler am Konto, wie nach der gesamten Hinrunde. Köln wiederum bleibt weiterhin seit neun Jahren zu Hause gegen Werder ungeschlagen und remisierte zum siebenten Mal in der aktuellen Saison vor heimischem Publikum. Die Gäste gingen in der 27. Minute durch David Selke in Führung, was die Kölner jedoch aufzuwecken schien, denn erst nach einer halben Stunde begannen die Gastgeber nach vorne zu spielen und wurden schließlich für ihr Engagement in der 88. Minute belohnt, als Matthias Lehmann seinen dritten Elfmeter in der heurigen Saison verwandelte.

Kevin Wimmer begann neben Dominic Maroh in der Innenverteidigung der Hausherren und stand aufgrund seines bevorstehenden Wechsels zu den Tottenham Hotspurs im Vorfeld der Partie im Rampenlicht. Der Abwehrspieler bemühte sich aus dem Wechsel keine große Geschichte zu machen und versprach, dass er den Transfer nicht an sich herankommen lassen, sondern seine volle Konzentration auf die Aufgaben beim FC Köln legen würde. Aus diesem Grund gab es von Wimmer selbst auch noch keine offizielle Bestätigung, der Innenverteidiger bestätigte blo0, dass es Gespräche gab. Laut dem Fachmagazin kicker ist der Transfer jedoch bereits in trockenen Tüchern. Der 1. FC Köln zahlte dem LASK für den Innenverteidiger nur eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von 200.000 bis 250.000 Euro – nun wechselt der Abwehrspieler um sechs Millionen nach London, wobei die Kölner auch an einem etwaigen Weiterverkauf beteiligt wären.

Gegen den SV Werder Bremen gewann Wimmer nur 10 seiner 19 Zweikämpfe (52,6%), klärte aber die meisten Bälle aus dem eigenen Strafraum (9). In der 77. Minute hatte der Abwehrspieler Glück, dass nach einem Foul am eingewechselten Levin Öztunali der Elfmeterpfiff ausblieb. Kurz nach dem ersten Gegentreffer hatte er zudem eine Chance auf den Ausgleich, jedoch verpasste er die Kopfballverlängerung von Dominic Maroh knapp vor dem gegnerischen Tor, wobei es hier auch einen Elfmeter geben hätte können, da er von einem Gegenspieler gehalten wurde. Kevin Wimmer, der einen Torschuss für seine Mitspieler vorbereitete, kam auf insgesamt 55 Ballkontakte und spielte 36 Pässe von denen 69% bei seinen Mitspielern landeten. Der Innenverteidiger erhielt vom kicker die Note 3, sportal.de gab ihm eine 4.

Auf der Gegenseite begann Sebastian Prödl gemeinsam mit Jannik Vestergaard im Abwehrzentrum der Gäste. Der Österreicher spielte eine unauffällige Partie, klärte sieben Bälle aus dem eigenen Strafraum, fing drei gegnerische Pässe ab und gewann 9 seiner 16 Duelle (56,3%). Er kam auf 44 Ballkontakte und spielte 26 Pässe, von denen 65% bei seinen Mitspielern landeten. Gleich zehnmal versuchte er es mit weiten Bällen aus der Abwehr heraus, wobei vier lange Zuspiele erfolgreich waren. Prödl ließ sich nichts Gröberes zu Schulden kommen, glänzte aber auch nicht mit übermäßiger Präsenz. Der kicker gab ihm die Note 4, sportal.de eine 3,5.

Zlatko Junuzovic kam links in der Werder-Mittelfeldraute zum Zug, war aber immer wieder im Zentrum zu finden und hatte einen großen Aktionsradius. Der österreichische Nationalspieler hatte einige Aktionen in der Offensive, die jedoch allesamt eher harmlos waren. Er schoss zweimal aufs gegnerische Tor, bereitete vier Torschüsse seiner Mitspieler vor und schlug eine Flanke. Insgesamt kam Junuzovic auf 54 Ballkontakte, wobei er 31 Pässe spielte, von denen 71% bei seinen Mitspielern ankamen. Weiters fing er drei gegnerische Pässe ab und blockte einen Schussversuch. Dennoch gelang es ihm nur selten dem Spiel nach vorne seinen Stempel aufzudrücken, auch weil die Kölner mit ihrem Pressing ungewohnt viel Druck erzeugten und er einiges an Arbeit nach hinten verrichten musste. Der kicker bewertete ihn mit einer 3,5, sportal.de gab ihm die Note 4.

Nach der Länderspielpause empfängt Werder Bremen den 1. FSV Mainz, während der 1. FC Köln zum Gastspiel nach Freiburg anreisen wird.

Stefan Karger, www.abseits.at

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Stefan Karger