Torpedo Zhodino ist der Gegner Rapids in der 3.Qualifikationsrunde zur Europa League. Das Team von Trainer Igor Kriushenko schaltete zuletzt den Debreceni VSC aus... Extrem defensiv, physisch gut: Das ist Rapid-Gegner Torpedo Zhodino!
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SK Rapid Wien Wappen Logo Europa League_abseits.atTorpedo Zhodino ist der Gegner Rapids in der 3.Qualifikationsrunde zur Europa League. Das Team von Trainer Igor Kriushenko schaltete zuletzt den Debreceni VSC aus Ungarn überraschend mit einem Gesamtscore von 3:1 aus und ist nun gegen Rapid klarer Außenseiter. Wir haben uns den Gegner Rapids im Detail angesehen.

In der laufenden Ligasaison zeigt sich Torpedo Zhodino durchschnittlicher denn je. Der Verein steht in der Mitte der Tabelle und holte aus 15 Partien je fünf Siege, Remis und Niederlagen. Im Laufe der Saison passte Kriushenko das System nach und nach an.

Ursprünglich spielte die Mannschaft in 4-5-1-Systemen verschiedener Abwandlungen. Vor allem das 4-1-4-1 war beim Trainer beliebt. In den schweren Spielen gegen BATE, Dinamo Minsk und Co. bot der Coach ein 4-4-2 mit Doppelsechs auf. Davon verabschiedete sich man in den letzten Monaten allerdings völlig.

Fünferkette

Seit April spielt Zhodino konsequent mit Fünferabwehrkette. Die Mittelfeldbesetzung und die Höhe der Außenverteidiger bestimmen, wie defensiv oder offensiv das System interpretiert wird. Die so genannten „Pflichtsiege“ versucht man in einem flachen 3-4-3 einzufahren, die schweren Spiele werden mit einem sehr tief stehenden 5-4-1 begangen.

Linksfokus und der Verlust des Top-Spielers

Hier fanden sich auch immer wieder recht offensive Flügel wieder. Auf der linken Seite überzeugte etwa das ehemalige Ausnahmetalent Maksym Skavysh, der nie wirklich den Sprung zum Klassemann schaffte. Nachdem dieser vor wenigen Wochen nach Israel wechselte, wurde zuletzt mit Vadim Demidovich als Linksaußen experimentiert, um den Linksfokus im Offensivspiel aufrecht zu erhalten. Zhodino steht allgemein tief, versucht jedoch eher die linke Angriffsseite zu bespielen, wenn man die Möglichkeit bekommt, umzuschalten.

Kompaktheit am wichtigsten

Defensiv steht man in zwei dichten Blöcken. Die Fünferkette sorgt vor allem dafür, dass die Strafraumzentrale „zu“ ist. Davor steht eine zweite Viererreihe, aus der die Spieler nur situativ ballnah herausrücken. Ansonsten sind diese beiden Linien stark darauf bedacht in der Formation zu bleiben, wobei die linke Seite allgemein doch etwas offensiv ausgerichtet ist als die rechte. Der Stürmer ist zumindest in Auswärtsspielen die einzige Pressinginstanz. In Heimspielen beteiligen sich auch die beiden äußeren Mittelfeldspieler, allerdings auch nicht hundertprozentig aktiv.

Konservative Spielweise

Allgemein handelt es sich bei Torpedo Zhodino um eine sehr defensive, konservative Mannschaft. Positionstreue und Disziplin sind höchstes Gut, andererseits nützt man auch antiquierte Stilmittel. Auf Abseits spielen die Weißrussen so gut wie gar nicht, dem gegenüber steht sogar, dass sich gelegentlich einer der Innenverteidiger ein wenig zurückfallen lässt und gegebenenfalls sogar auf einer Art Liberoposten spielt. Zudem verteidigt der Rapid-Gegner bei Defensivstandards zu 100 Prozent per Manndeckung.

Vorsicht bei Offensivstandards

Bei Offensivstandards sind die Weißrussen, die sowohl bei Eckbällen, als auch bei Freistößen sechs Mann in den Strafraum bringen, gefährlich. Da es sich bei Torpedo Zhodino um eine der physisch stärksten Mannschaften Weißrusslands handelt, sucht das Team auch die Möglichkeiten auf Körperkontakt. So werden auch verhältnismäßig undynamische Situationen, wie etwa Einwürfe in der gegnerischen Hälfte genützt, um Nadelstiche zu setzen. Wenn Torpedo weit vorne zu einem Einwurf kommt, wirft man weit ein und versucht daraus eine Eckball-ähnliche Situation zu schaffen. Angesichts der fehlenden Klasse im Konterspiel und auch der Tatsache, dass Skavysh den Verein vor kurzem verließ, werden dies weitgehend die einzigen gefährlichen Situationen werden, bei denen die Hütteldorfer hellwach agieren müssen.

Druck, Druck und nochmal Druck

Ansonsten ist aber recht klar, wie man den Gegner bespielen kann. Natürlich steht dieser extrem massiv und tief, allerdings gilt es schlichtweg den Druck dauerhaft aufrechtzuerhalten und die Abwehrspieler möglichst hoch stehen zu lassen, um den Gegner einzuschnüren und hinten eine hohe Anspielstation zu haben. Es ist anzuraten die Zweikämpfe, die Torpedo sicher suchen wird, möglichst clever zu umgehen und den Ball laufen zu lassen. Ballverluste im letzten Drittel sind kein großes Problem, weil Torpedo eben nicht die Qualität hat, um gezielte Konterattacken zu fahren und auch im Spielaufbau sind die Weißrussen keine Koryphäen. Im Laufe der aktuellen Saison ließ man mehrfach Torchancen durch den Gegner zu, weil bereits die Sechser im Aufbau schwere individuelle Fehler fabrizierten.

Die Mannschaft

Rapid bekommt es hier mit einer sehr kampfstarken, disziplinierten Mannschaft zu tun, die allerdings fußballerisch deutlich unter die Grün-Weißen zu stellen ist. In weiterer Folge sehen wir uns die einzelnen Mannschaftsteile und die Schlüsselspieler an.

Der Torhüter

Die klare Nummer Eins im Tor ist der 28-jährige Valeri Fomichev. Der weißrussisch-kasachische Doppelstaatsbürger ist aufgrund seiner Körpergröße von 202cm ein echter Herrscher über seinen Fünfmeterraum, dafür aber fußballerisch schlecht und auch nicht gerade flott auf dem Boden, wenn dies benötigt wird. Zudem ist er schon jetzt ein heißer Kandidat für den Antipathie-Preis der Rapid-Fans, für den (eher unwahrscheinlichen) Fall, dass das Duell ein heißes und knappes wird. Kaum ein Keeper verzögert so gerne wie Fomichev – manchmal auch schon sehr früh…

Der ebenfalls 28 Jahre alte, aber sieben Zentimeter kleinere Egor Khatkevich ist die doch klare Nummer Zwei hinter Fomichev.

Die Innenverteidigung

Auch die Positionen der zentralen Abwehrspieler sind bei Torpedo Zhodino klar und deutlich vergeben. Eine Bank ist der bereits 38-jährige Artem Chelyadinski, der aktuell seine fünfte Saison in Zhodino spielt und zuvor unter anderem fünf Jahre in der Ukraine für Metalurh Zaporizhzhya spielte. Er ist ein Innenverteidiger, der sich nicht mehr sonderlich viel bewegt, aber auch keine körperlichen Probleme hat, dafür aber mit cleverem Stellungsspiel die rechte Seite der Innendreierkette zusammenhält. Seine Schnittstelle auf der rechten Abwehrseite der Weißrussen ist sicherer als die auf der gegenüberliegenden Seite. Zudem ist Chelyadinski bei Offensivstandards durchaus gefährlich.

Eine ebenfalls recht gute Rolle spielt auch der zentral aufgestellte Evgeni Klopotsky. Der 22-Jährige erzielte im Auswärtsspiel gegen Debrecen aus einem direkten Freistoß den Siegtreffer und gilt als großes Abwehrtalent und bester Spieleröffner seiner Mannschaft. Auch die Tatsache, dass der Jüngste im Bunde die zentralste Abwehrposition innehat, sagt einiges über seine Fähigkeiten aus. Er ist trotz seines jungen Alters der Stratege in der Innenverteidigung und sein Tausend-Gulden-Schuss gegen Debrecen war keine Eintagsfliege, weshalb auch bei Direktstandards große Vorsicht geboten ist.

Der linke Innenverteidiger Terentiy Lutsevich ist von den derzeit forcierten Innenverteidigern der unsicherste. Einerseits ist der interessanterweise in Kamerun geborene Lutsevich mit 192cm Körpergröße der massivste Abwehrspieler seines Teams, andererseits aber auch einer, dem man schon mal davonlaufen oder ihn ausspielen kann. Zudem hat er seine Schnittstelle zum linken Außenverteidiger des Öfteren nicht im Griff. Dies ist eine Schneise, die man sicherlich aktiv bespielen kann. Bei ihm ist dennoch besondere Vorsicht bei Offensivstandards geboten. Er ist einer der Spieler, die in diesem Fall eine Manndeckung vertragen könnten. Gelegentlich lässt man den Innenverteidiger sogar als Stürmer spielen. In diesen Fällen setzt man einfach auf seine Physis und füttert ihn mit Vorliebe mit hohen Bällen.

Alternativen stellen der 28-jährigen Valeri Karshakevich und der 19-jährige Aleksandr Pavlovets dar. Zweiterer ist der wahrscheinlichere Ersatzmann für einen der drei Defensivsten, weil Karshakevich in den letzten Wochen verletzt fehlte. Zudem ist auf den U21-Teamspieler durchaus Verlass. Einzig zentral würde er nicht spielen. Würde Pavlovets anstelle von Klopotsky kommen (müssen), würde Chelyadinski nach innen rücken und Pavlovets auf die rechte Position in der Dreierinnenverteidigung.

Die Außenverteidiger

Als Rechtsverteidiger hat Vladimir Scherbo (gesprochen: „Schtscherbo“) die besten Karten für beide Partien gegen Rapid. Er ist ein klassischer Außenverteidiger, der seine Defensivaufgaben gut erfüllt und auch das Einrücken nach innen gut beherrscht. Mit ihm ist die Schnittstelle zu Chelyadinski durchaus sicher und steht defensiv sehr kompakt. Nach vorne passiert dafür nicht sonderlich viel. Anstelle des 30-jährigen Scherbo könnte rechts hinten auch der offensivere Mikhail Afanasyev spielen, dies ist allerdings – wenn überhaupt – nur situativ zu erwarten, wenn Torpedo das Spiel offensiver anlegen muss. Normalerweise nimmt Afanasyev nämlich die Position im rechten Mittelfeld ein. Beim Heimspiel gegen Debrecen begann er rechts hinten, weil sich die Kriushenko-Elf durchaus heraustraute und sich nicht nur einigelte.

Links spielt mit Aleksey Pankovets der Kapitän der Weißrussen, den es wohl mit den quirligen Flügelspielern Rapids zu bespielen gilt. Am 35-Jährigen, dessen beste Zeiten schon zehn Jahre zurückliegen, kann man schon mal vorbeikommen. Pankovets ist nicht unbedingt einer der Schnellsten und schlichtweg ein pragmatischer Verteidiger, der Zweikämpfe sucht, gegen schnelle Gegenspieler aber nicht in selbige finden sollte. Zudem ist seine Schnittstelle zu Lutsevich unsicherer als die zwischen Scherbo und Chelyadinski auf der anderen Seite.

Die Alternative für beide Seiten ist Pavel Chelyadko. Der 23-Jährige kam in der bisherigen Saison auf seiner Standardposition als Linksverteidiger aber nie wirklich an Pankovets vorbei und spielte wenn dann rechts oder auf den Außenpositionen im Mittelfeld.

Das zentrale Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld der Weißrussen ist der Ukrainer Sergiy Shapoval gesetzt. Der 26-Jährige gilt als recht flexibler Box-to-Box-Spieler und bei seiner vorherigen Station FC Tiraspol in Moldawien, wo er eher als Achter oder Zehner spielte erzielte er immerhin 14 Tore in vier Saisonen. Bei Zhodino hat er aber hauptsächlich defensive Aufgaben und ist nach zwei gelben Karten gegen Debrecen schon gelbgefährdet.

Neben ihm nimmt der 28-jährige Andrei Khachaturyan einen Fixplatz ein. Der ehemalige Nationalspieler (2012 und 2013 spielte er je einmal fürs A-Team) spielt bereits zum zweiten Mal für Torpedo Zhodino und kam erst vor wenigen Wochen wieder zum Team. Er ist momentan wohl der beste Techniker auf der massiven Zentralachse der Elf und auch der Spieler, der aufgrund seines soliden Passspiels am besten umschalten kann. Shapoval ist am Ball wesentlich anfälliger als Khachaturyan.

Ersatzmann für die beiden Sechser ist der 22-jährige Yuri Pavlyukovets, den Trainer Kriushenko gerne noch bringt, wenn er spät auf ein defensives 5-3-1-1 umstellt. Damit würden die Doppelsechs zu einer Dreifachsechs und die Mittelfeldzentrale noch massiger werden.

Die Außenpositionen

Die Position des Linksaußen spielte bis vor kurzem mit Maksym Skavysh der talentierteste Torpedo-Spieler. Dieser wechselte aber, wie bereits erwähnt, zu Hapoel Kfar-Saba nach Israel. Da er bisher nicht nachbesetzt wurde, übernimmt die Position des Linksaußen bzw. eher des linken Mittelfeldspielers der flexible Vadim Demidovich, der offensiv praktisch auf jeder Position einsetzbar ist. Der 30-Jährige ist ein recht zielgerichteter Spieler, der auch einen sehr hohen läuferischen Aufwand betreibt und diesen auch immer wieder über die volle Spielzeit aufrechterhält. Er ist sicher einer der gefährlichsten Spieler der Weißrussen. Seine Ersatzmänner heißen Aleksei Belevich und Andrei Solovei, beide 21 Jahre alt und im Mittelfeld auf beiden Seiten und auch in der Mitte zu Hause. Demidovich ist aber aktuell praktisch nicht aus der auf dieser Seite ohnehin zu dünn besetzten Mannschaft zu spielen.

Rechts gibt es ebenfalls drei verschiedene Optionen. Gegen Rapid ist der Einsatz von Mikhail Afanasyev im rechten Mittelfeld am wahrscheinlichsten, da dieser hier die defensivste Alternative darstellt. Der ehemalige U21-Nationalspieler ist vor allem laufstark, kommt schnell hinter den Ball und spielt somit praktisch die Rolle eines vorgelagerten Außenverteidigers vor dem eigentlichen Außenverteidiger. Die offensivere Variante wäre der Ukrainer Anton Golenkov, der in der ukrainischen Liga beim PFK Oleksandriya eher ein Ergänzungsspieler war. Der 26-Jährige hat einen höheren Offensivdrang als Afanasyev und wäre eher situativ eine weitere Möglichkeit für Trainer Kriushenko. Auch der bereits erwähnte Aleksei Belevich spielt rechts gleichermaßen stark wie links – Andrey Solovei hingegen nur im äußersten Notfall.

Der Stürmer

Angesichts der Personalsituation wird derzeit immer nur ein Stürmer aufgestellt. Im Hinspiel gegen Debrecen spielte zwar der Innenverteidiger Terenty Lutsevich zusätzlich vorne, um dem Gegner physisch zuzusetzen, aber gegen Rapid wird nur der Ukrainer Sergey Zagynaylov im Angriff spielen. Der offensive Mittelfeldspieler spielt aber eigentlich eine falsche Neun und weicht sehr häufig auf die Seiten aus. Im Frühjahr erzielte er zehn Tore für den moldauischen Klub Dacia Chisinau, ehe er Anfang August nach Weißrussland wechselte. Zagynaylov ist sicher ein Spieler, der Nadelstiche setzen kann, allerdings ist er nicht fit für 90 Minuten und gegen einen körperlich guten und möglichst schnellen Innenverteidiger stets abgemeldet. Er sucht daher auch häufig Duelle mit den Außenverteidigern und versucht Bälle außen zu behaupten, um nachschiebende Mitspieler besser bedienen zu können und den harten Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen.

Sein erster Ersatzmann war zuletzt der 26-jährigen Denis Trapashko, der jedoch ein hölzerner, technisch noch eine Klasse schwächerer Mittelstürmer ist, der nicht ins allgemein defensive Konzept der aktuellen Mannschaft passt.

Ganz neu im Team ist der 29-jährige Ukrainer Denis Sytnik, der vor einer Woche aus Malta kam und höchstwahrscheinlich noch keine Rolle spielt. Letztes Jahr wurde er Torschützenkönig in der dritten maltesischen Liga. Für Marsaskala erzielte er 2014/15 zwanzig Tore. Weiters spielte Sytnik relativ erfolglos in Island für Selfoss, Thróttur, Grindavik und ÍBV, in der zweiten Liga der Ukraine, zudem bei Petrolul Ploiesti und zuletzt für Senglea Athletics in der zweiten maltesischen Liga. Sollte der neue Mann eine Option für den Angriff sein, dann wohl nur für wenige Minuten. Sein Landsmann Zagynaylov ist nach wie vor nicht aus der Mannschaft zu spielen.

Schmerzhafte Verluste

Der schwerwiegende Verlust von Maksym Skavysh wurde nun schon mehrfach erwähnt und beleuchtet, aber auch der Abgang des talentierten Yevhen Chumak vor wenigen Wochen macht das Team berechenbarer. Der 20-Jährige war ein Leihspieler von Dynamo Kiev und zog nun in die ukrainische Liga zu Zirka Kirovograd weiter. Chumak war ein Box-to-Box-Midfielder, der das Spiel gut steuern konnte. Er gab der Mannschaft zumindest eine zusätzliche Option im etwas dünn besetzten Mittelfeld.

Schon in der Vorsaison durchlebte die Mannschaft einen Umbruch und schaffte es nicht die personelle Balance aufrechtzuerhalten. Das Resultat ist eine Mannschaft, die in ihrer Kaderzusammensetzung enorm defensiv ist und sich demnach auch aufs Verteidigen konzentriert.

In diesem Kalenderjahr bestritt die Mannschaft 23 Partien, in denen das Torverhältnis bei 30:22 liegt. Zehn dieser 30 Tore erzielten Spieler, die nicht mehr beim Verein spielen. Eine schussgewaltige Truppe ist das aktuelle Torpedo Zhodino also sicher nicht.

Ausblick

Rapid erwartet im Grunde ein interessanter und sehr wichtiger Sparring-Partner. Klar geht’s in diesem Duell schon um einiges, aber wenn Rapid über eine Mannschaft dieser Qualität nicht locker drüberkommt, dann ist eine Europa-League-Teilnahme ohnehin fernab jeglicher Berechtigung. Die Mannschaft wirkt ein wenig wie das Team von Dila Gori vor einigen Jahren, aber offensiv mit noch weniger Optionen.

Allerdings wird das Aufeinandertreffen mit der Fünferkette von Torpedo Zhodino eine gute Übung sein, um auch die Spielanlage so mancher österreichischen Mannschaft besser bespielen zu können. Bekanntlich wird auch in heimischen Gefilden sehr defensiv gegen Rapid gespielt werden und es ist sicher von Vorteil, wenn man schon beim ersten Europacupauftritt mit Ähnlichem konfrontiert wird.

Unterm Strich steht hier aber klar: Eine kampfstarke und geduldige Leistung in Weißrussland führt unweigerlich zu einem Auswärtssieg und im Heimspiel kann man die Weißrussen nicht nur clever locken, sondern dann auch ordentlich aufmachen und deutlich besiegen. Hierzu allerdings eine interessante Statistik: Torpedo Zhodino hat in den letzten zehn Jahren nie höher verloren als 0:4.

Daniel Mandl, abseits.at

Torpedo Zhodino 2016-17

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen