Am letzten Tag der Transferzeit sicherten sich einige Klubs noch die Dienste von riesigen Talenten. Wir haben vier dieser Talente genauer unter die Lupe... Jovic, Kairinen, Hadziahmetovic, Wesley: Top-Talente wechseln in letzter Sekunde den Klub!
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Vertrag Transfer_abseits.atAm letzten Tag der Transferzeit sicherten sich einige Klubs noch die Dienste von riesigen Talenten. Wir haben vier dieser Talente genauer unter die Lupe genommen.

Luka Jovic

ST, 18, CRO | Roter Stern Belgrad – > Benfica

Als Luka Jovic seine erste Partie für Roter Stern Belgrad spielte, war er gerade mal 16 Jahre alt. Im Mai 2014 wurde er im Spiel gegen Vojvodina Novi Sad in der 73.Minute eingewechselt und erzielte nur drei Minuten später sein Premierentor für den Traditionsverein. Bis heute erzielte der in Bosnien geborene Jovic 13 Tore in 48 Spielen für Crvena Zvezda, wie der Verein in der Landessprache heißt. Da Roter Stern aktuell mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, musste man das riesige Talent Jovic um schlappe 2,2 Millionen Euro verkaufen. Zwar verkaufte Roter Stern damit eigentlich einen Ersatzspieler, allerdings wäre mit etwas mehr Geduld sicher mehr drin gewesen. Benfica Lissabon stattete Jovic nun mit einem Vertrag bis Sommer 2021 aus und dürfte den serbischen U21-Nationalspieler in der nächsten Saison verleihen.

Kaan Kairinen

ZM, 17, FIN | FC Inter Turku – > FC Midtjylland

Bereits im Alter von 15 Jahren gab Kaan Kairinen sein Ligadebüt in Finnland. Bisher spielte der Kapitän der finnischen U18-Nationalmannschaft für den FC Inter Turku, wo er in seiner ersten vollen Saison zum Stammspieler avancierte und mit seiner Übersicht und großer Laufstärke glänzte. Nun wechselte der Box-to-Box-Midfielder nach Dänemark. Beim FC Midtjylland ist er zwar anfangs in der zweiten Mannschaft eingeplant, es ist aber sehr wahrscheinlich, dass das größte Talent Finnlands schon bald in der Kampfmannschaft des Money-Ball-Klubs anklopfen wird. Medienberichten zu Folge bezahlte der amtierende dänische Meister zwischen einer und 1,5 Millionen Euro an den FC Inter. Wenn die tatsächliche Ablösesumme am oberen Ende dieser Schätzung angesiedelt ist, könnte Kairinen der teuerste Spieler sein, der je aus der finnischen Veikkausliga herausgekauft wurde. Aktuell ist dies Teemu Pukki, der gleich zweimal um 1,5 Millionen Euro wechselte – 2007 zum FC Sevilla und 2011 zum FC Schalke 04.

Amir Hadziahmetovic

DM, 18, BIH | Zeljeznicar Sarajevo – > Konyaspor

Etwas überraschend kam der Transfer des bosnischen U21-Nationalspielers Amir Hadziahmetovic in die Türkei. Beim in Dänemark geborenen Mittelfeldspieler erwartete man eher einen westlichen Klub als nächsten Arbeitgeber. Stattdessen sicherte sich Konyaspor um eine halbe Million Euro die Dienste des 18-Jährigen. Zeljeznicar wäre an einem Weiterverkauf mit 20% beteiligt. In der laufenden Saison absolvierte Hadziahmetovic 23 Spiele für den bosnischen Tabellensechsten, erzielte dabei zwei Tore und bereitete zwei weitere vor. Konya ist aktuell Fünfter in der türkischen Süper Lig und beschäftigt mit Rijad Bajic einen weiteren U21-Nationalspieler und ehemaligen Zeljeznicar-Kollegen von Hadziahmetovic.

Wesley

ST, 19, BRA | AS Trencin – > FC Brügge

Der Aufstieg des massigen Brasilianers Wesley beim AS Trencin war für viele Scouts nicht zu übersehen. Auch hierzulande verfolgte man das letzte halbe Jahr des Brasilianers mit Argusaugen. Der 193cm große Angreifer erwies sich als äußerst adaptierungsfähiger Spieler, der alles mitbringt, was ein Topstürmer haben muss. Nicht umsonst gelangen Wesley in 23 Spielen acht Tore und sechs Assists und damit alle 121 Minuten ein Scorerpunkt. Das Rennen um den bulligen Brasilianer, der auch an den Flügeln eingesetzt werden kann, war schließlich schnell zugunsten des FC Brügge entschieden. Die Belgier kauften Wesley nach nur einem halben Jahr bei Trencin aus seinem Vertrag heraus und gaben ihm einen Vertrag bis Sommer 2019. Länger hätte Brügge aber auch nicht warten dürfen, zumal zahlreiche Klubs am Shooting Star der slowakischen Liga dran waren. Über die Ablösesumme ist bisher nichts bekannt.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen