Auch in Kärnten beginnt – wie auch bundesweit und in einigen anderen Bundesländern – die Fußballsaison mit einem (verlängerten) Cupwochenende. In Österreichs südlichstem Bundesland... Groundhopper’s Diary | Der KFV-Cup – Ein Wiedersehen mit alten Bekannten (Teil 1)

Kärnten Landeswappen_abseits.atAuch in Kärnten beginnt – wie auch bundesweit und in einigen anderen Bundesländern – die Fußballsaison mit einem (verlängerten) Cupwochenende. In Österreichs südlichstem Bundesland ist dies traditionellerweise das dritte Wochenende im Juli. Richtigerweise ist der Hauptspieltag der ersten Runde im KFV-Cup der Dienstag, aber da es mehr Teilnehmer als Plätze für diese Cuprunde gibt, mussten einige Vereine eine Vorrunde bestreiten, die am bereits am Freitag und am Samstag ausgetragen wurde. Die Wetterprognosen waren ebenfalls gut, sodass weder Unwetter noch Dauerregen zu erwarten waren. So sollten die meisten Partien bei strahlendem Sonnenschein und tropischen Temperaturen über die Bühne gehen. Insgesamt hat abseits.at dann sechs Partien im KFV-Cup besucht und es es sollten allesamt Spiele werden, in denen zumindest eine Mannschaft in der kürzeren Vergangenheit bereits in einer höherklassigen Ligen für Furore gesorgt hatte.

TSV Preitenegg – SC St. Stefan/Lav. 1:3 (1:1)

Am Freitagabend wurde im idyllisch am Packsattel gelegenen Preitenegg das erste Cupspiel besucht. Auf dem heimischen Sportplatz traf der in der 2. Klasse D spielende TSV Preitenegg auf den SC St. Stefan im Lavanttal, der seinerseits eine Liga höher kickt. Der SC St. Stefan/Lav. erlangte im Jahr 2009 mit dem Aufstieg in die Regionalliga Mitte auch über die Kärntner Landesgrenzen hinaus an Bekanntheit. Ein Jahr später sollte der Verein auch bundesweit für Schlagzeilen sorgen, denn nachdem das von Jörg Haider mit der Paschinger Lizenz ausgestattete Kunstobjekt „SK Austria Kärnten“ insolvent wurde und mangels Lizenz den Spielbetrieb einstellte, war es der SC St. Stefan/Lav. der durch das Eingehen einer Spielgemeinschaft mit dem neugegründeten SK Austria Klagenfurt einen Neustart des Profifußballs in Klagenfurt von der Regionalliga aus ermöglichte. Selbst machte man einen Neustart in der 2. Klasse D und stieg zwei Mal in Folge auf. Nach zwei Jahren in der Unterliga Ost musste man aber wieder in die 1.Klasse D absteigen. Da der Verein auch heute noch in dieser Liga spielt, war man als höherklassiger Verein gegen TSV Preitenegg natürlich Favorit.

Die Gäste machten daher auch das Spiel, gerieten aber überraschenderweise in Rückstand. Doch vor 75 Besuchern dauerte es nicht lange bis St. Stefan den Führungstreffer Preiteneggs egalisieren konnte. Trotz zahlreicher Chancen wollte den Gästen nach dem Ausgleich kein weiterer Treffer vor der Pause gelingen. Erst nach dem Seitenwechsel fiel der verdiente Führungstreffer St. Stefans, doch entschieden war diese Cuppartie damit noch nicht. Nach einer roten Karte gegen die Gäste drückte Preitenegg auf den Ausgleich. Erst ein weiterer Ausschluss, diesmal gegen den TSV Preitenegg, und ein Kontertor für St. Stefan sorgten in einer hitzigen Schlussphase für die Entscheidung in diesem Spiel.

SV Arnoldstein – BSV Bad Bleiberg 1:0 (1:0)

In der Vorrunde des KFV-Cups kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem SV Arnoldstein und dem BSV Bad Bleiberg. Beide Teams spielen in der 2. Klasse C und so erwarteten sich die 50 zahlenden Zuschauer auch keinen fußballerischen Leckerbissen. Warum dieses Spiel dennoch ausgewählt wurde, dafür gab es zwei gute Gründe. Zum einen war es das Waldparkstadion, das durch seinen Ausbau bereits oftmals als Austragungsort für die Nachwuchsnationalmannschaften des ÖFB herangezogen wurde und natürlich der prominente Gegner aus Bad Bleiberg. Vor mittlerweile 16 Jahren begann die Blütezeit des Bergmännischen Sportvereins, denn 1999 wurde man Meister der Kärntner Liga und spielte eine Saison in der Regionalliga Mitte. Da man diese ebenfalls gewann (übrigens vor dem ASKÖ Pasching), durfte man eine Saison später sogar in der zweithöchsten Spielklasse des Landes ran. Dort verpasste der Verein den Durchmarsch in die Bundesliga um nur zwei Punkte. Bis zum Jahr 2003 gab es aber weiterhin Zweitligafußball und heroische Cuppartien gegen einige Bundesligisten sowie ein unvergessenes Relegationsduell gegen den FC Blau Weiß Linz. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde man danach für ein Jahr das Farmteam des FC Kärnten, doch nach dem sportlichen Abstieg aus der Zweitklassigkeit folgte das endgültige Aus für den Verein. Erst in der Saison 2006/07 stieg der – inoffizielle Nachfolgeklub – BSV Bad Bleiberg wieder ins Kärntner Unterhaus ein.

Bei brütender Hitze sahen sie im Waldparkstadion ein ausgewogenes Spiel. Wenn es einmal nicht so spannend war, dann entschädigte der Panoramablick auf die Villacher Alpe. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gab der Schiedsrichter durch eine umstrittene Elfmeterentscheidung dieser Partie die entscheidende Wendung. Arnoldstein verwertete diesen fragwürdigen Strafstoß, den es eigentlich nicht hätte geben dürfen, zumal sich das geahndete Foulspiel vor dem Strafraum ereignete. Auch wenn Bad Bleiberg nach dem Seitenwechsel die aktivere Mannschaft war, sollte kein weiterer Treffer an diesem Nachmittag mehr fallen. So war der KFV-Cup 2015/16 für den BSV Bad Bleiberg, obwohl man über 90 Minuten betrachtet die stärkere Mannschaft war, bereits nach der Vorrunde beendet.

SF Rückersdorf – SV Ruden 3:5 n.E. (2:2, 0:1)

Am Sonntag stand bereits eine Partie der 1. Runde des KFV-Cups auf dem Programm. Die Sportfreunde Rückersdorf, in der 1.Klasse D spielend, empfingen den Unterligisten SV Ruden. Auch wenn der SV Ruden nicht allzu bekannt ist, hätte er vor zwei Jahren sein Blütezeit. In den Jahren von 2011 – 2013 spielte man zwei Saisonen lang in der Kärntner Liga, doch danach folgte der Abstieg in die Unterliga Ost und selbst dort sorgte der SV Ruden für Schlagzeilen. Als Drittletzter war man in der vergangenen Saison bereits sportlich abgestiegen, doch da Magdalensberg (hierzu folgt ein weiterer Konnex in Teil 2 der Berichtes) seine Mannschaft zurückzog, blieb der SV Ruden in der Unterliga Ost. So weit, so unspektakulär, aber vor dem letzten Spieltag war Ruden noch Vorletzter und fing den ASKÖ Mittlern noch ab. Da Mittlern bereits am Samstag verlor und Ruden am Sonntag gewann, kochte in ganz Unterkärnten die Gerüchteküche.

Vor 60 zahlenden Zuschauern waren die Gäste aus Ruden im Rückersdorfer Waldstadion überlegen. Die 1:0-Führung der Gäste zur Pause war sehr schmeichelhaft für die Sportfreunde. Nach dem Seitenwechsel kamen die Rückersdorfer aber immer besser ins Spiel und drehten mit zwei Treffern diese Partie. Sie sahen bereits wir der sichere Sieger aus und wähnten sich eine Runde im KFV-Cup weiter. Aber da ein Spiel bekanntlich 90 Minuten dauert, erzielte der SV Ruden eben in dieser Minute, und mit der letzten Aktion des Spiels, den Ausgleich zum 2:2. Ein Unentschieden nach 90 Minuten führt beim KFV-Cup nicht zu einer Verlängerung, sondern direkt zum Elfmeterschießen. Dort versagten den Gastgebern aus Rückersdorf leider die Nerven und so zitterte sich Ruden in die zweite Runde des KFV-Cups.

 

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Heffridge

Philipp Karesch alias Heffridge wurde 1979 in Wien geboren und hatte von Kindesbeinen an die Lust am Reisen und Fußball zu spielen. Durch diese Kombination bedingt, zieht es ihn nach wie vor auf die Fußballplätze dieser Welt. Die dort gesammelten Eindrücke sind ein fixer Bestandteil der abseits.at-Kolumne Groundhopper's Diary.

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