In der Qualifikation zur Champions League stehen die Rückspiele der 1. Runde auf dem Programm. Abseits.at beleuchtet drei Partien.   Levadia Tallinn – Crusaders... Vorschau zur 1. Runde der Champions-League-Qualifikation 2015/16 – Die Rückspiele

Champions LeagueIn der Qualifikation zur Champions League stehen die Rückspiele der 1. Runde auf dem Programm. Abseits.at beleuchtet drei Partien.

 

Levadia Tallinn – Crusaders Belfast

Hinspiel 0:0

Der nordirische und der estnische Meister bemühten sich im Hinspiel zwar redlich, den Ball ins Tor zu befördern, nach 90 Minuten stand in Belfast aber dennoch auf beiden Seiten die Null. Billy Joe Burns und Andrew Mitchell zwangen Levadias Schlussmann Priit Pikker in einer starken Anfangsphase zu mehreren Paraden. Omar Elhussieny zeigte dann, dass auch die Gäste nach vorne agieren konnten, scheiterte aber an Sean O’Neill. 20 Minuten vor dem Ende ging ein Schuss von Paul Heatly knapp am Kasten von Levadia vorbei, es war die letzte Großchance der Partie.

Die Entscheidung muss somit beim Rückspiel in Tallinn fallen, das in der schmucken A. Le Coq Arena stattfindet, die auch dem estnischen Nationalteam als Heimstätte dient. Während für die Crusaders der Einzug in die zweite Qualifikationsrunde zur Champions League eine Premiere wäre, stand Levadia bereits mehrfach in dieser Phase des Wettbewerbs. So auch im Vorjahr, als man zum Auftakt der Europacupkampagne den Meister San Marinos ausschaltete, dann gegen Sparta Prag jedoch mit einem Gesamtscore von 1:8 unter die Räder kam.

Santa Coloma – Lincoln Red Imps

Hinspiel 0:0

Es war kein schönes Spiel, das den Zuschauern in Gibraltar zwischen den Lincoln Red Imps und den Gästen aus Andorra geboten wurde, und nahezu standesgemäß endete es 0:0. Santa Colomas Ibán Parra kam in einer eng umkämpften Partie mit einem Kopfball an die Latte kurz vor Schluss dem Torerfolg noch am nächsten. Zuvor hatte Lincolns Nationalspieler Liam Walker Gästeschlussmann Eloy Casals mit einem Freistoß geprüft.

Beim Rückspiel in Andorra la Vella entscheidet sich, ob den Red Imps ein historischer Erfolg gelingt und sie als erster Vertreter Gibraltars, das erst seit zwei Jahren UEFA-Mitglied ist, eine Europacuprunde überstehen, oder sich am Ende nicht doch die auf internationalem Parkett wesentlich erfahreneren Gastgeber aus dem Pyrenäenstaat durchsetzen. Santa Coloma gelang es im Vorjahr zum ersten Mal, ein KO-Duell für sich zu entscheiden, als man dank der Auswärtstorregel gegenüber dem armenischen Meister Banants Erewan die Oberhand behielt.

Folgore – Pyunik Erewan

Hinspiel 1:2

Pyunik Erewan konnte zum ersten Mal seit acht Jahren wieder ein Spiel in der Champions-League-Qualifikation für sich entscheiden, doch der Titelträger Armeniens darf sich noch keineswegs sicher sein, die nächste Runde zu erreichen. Pyunik führte durch Vardges Satumyan und den eingewechselten Cesar Romero Jr. mit 2:0, doch José Hirschs Kopfballtor, nur Sekunden nachdem sein Mitspieler Fabio Ceschi einen Platzverweis erhalten hatte, verspricht ein spannendes Rückspiel in San Marino.

Zwar verlor Folgore auch das dritte Auswärtsspiel der Europacupgeschichte, doch zum ersten Mal gelang es dabei, ein Tor zu erzielen, was die Chance auf den Einzug in die nächste Runde am Leben hält. Dazu muss allerdings ein Sieg gegen Pyunik gelingen, was eine Premiere wäre, denn der Meister San Marinos kassierte bislang auf internationalem Parkett ausschließlich Niederlagen. Sollte der Aufstieg gelingen, wären die Zuschauer im Stadion Serravalle Augenzeugen eines historischen Sportereignisses, denn noch nie gelang es einem Vertreter des von Italien umgebenen Zwergstaats, eine KO-Runde zu überstehen.

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OoK_PS, abseits.at

  • Oktavian Tomczyk

    Nicht die Crusaders haben 1:0 und 7:0 gegen den Meister von San Marino gewonnen, sondern Levadia.
    Daher würde ich hier auch Levadia in der Favoritenrolle sehen.