Im nominellen 4-2-3-1 des SV Werder Bremen gegen Stuttgart war Junuzovic einmal mehr als Zehner aufgestellt, der Kärntner hat hier endlich wieder seine Stammposition... Zlatko Junuzovic und seine clevere Leistung beim 6:2 gegen Stuttgart
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Im nominellen 4-2-3-1 des SV Werder Bremen gegen Stuttgart war Junuzovic einmal mehr als Zehner aufgestellt, der Kärntner hat hier endlich wieder seine Stammposition erobert und ist in den letzten Wochen einer der Leistungsträger. Seine Leistung beim 6:2-Sieg über Stuttgart haben wir im Detail für euch analysiert.

Halbzeit eins

Screenshot (213)Mit einem Bogenlauf setzt Junuzovic Niedermeier unter Druck – er läuft weiter auf den Torwart durch, der schwach klärt. In der Folge fällt das 1:0.

Junuzovic trat einmal mehr alle Standardsituationen seiner Mannschaft, welche jedoch zu Beginn keine Früchte trugen, in Minute 27 trug er einen direkten Freistoß jedoch gut an, ein Stuttgarter Verteidiger fälschte diesen mit dem Kopf ab, ansonsten wäre er vermutlich reingegangen.

Im Pressing war er einmal mehr Aktivposten, rückte immer wieder mit hoher Geschwindigkeit aus seiner Position, wenn er einen Pressingtrigger erkannte und attackierte den Stuttgarter Aufbau. Auf dieses Attackieren folgte auch bereits in Minute 10 das 1:0 der Bremer. Der Stuttgarter Torwart Tyton klärte den Ball in Junuzovic‘ Bedrängung zum Gegner, im Konter erzielte Bartels das 1:0.

Nach diesem Tor hing Junuzovic, wie der Großteil des Bremer Zentrums, zusehends in der Luft, da Stuttgart oft durch hohe Bälle das Pressing überspielte, beziehungsweise immer wieder Wege über links fand, um sich heraus zu kombinieren. Die Bremer hatten nun selbst Probleme im Aufbau, Junuzovic war durch das kompakte Stuttgarter Mittelfeld abgeschnitten. Bei Kontern fand er jedoch ein-, zweimal geeignete Räume, die er gleich für öffnende Pässe für seine mit aufrückenden Mitspieler nutzte.

Die Stuttgarter waren die bessere Mannschaft, machten jedoch folgenschwere Fehler, die jeweils zum 2:1 und 3:1 führten. Bei letzterem Tor sprintete Junuzovic nach schwacher Kopfballklärung Niedermeiers dazwischen, gewann den Zweikampf und legte für Öztunali auf.

Halbzeit zwei

In Halbzeit zwei war man weiterhin die unterlegene Mannschaft – Junuzovic ging viele Wege in der Defensive, um Passwege zum Zentrum zu schließen, was auch sehr gut gelang. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, mussten jedoch oft auf die Flügel ausweichen oder zum hohen Ball greifen. In Minute 63 war er jedoch im richtigen Moment wieder wach und  spielte einen guten Ball in die Tiefe zu Pizarro, der das 4:2 erzielte. Seine Quirligkeit konnte in diesem Spiel besonders gut genutzt werden da Bremen primär über Konter operierte, die Junuzovic entweder mit Dribblings oder mit passenden Laufwegen unterstützen konnte. Sein Pass auf den Flügel kurz vor dem 5:2 leitete das Tor ein, in Minute 88 wurde der Nationalspieler schließlich ausgewechselt.

Fazit

Die Bremer verlegten sich aufs Mauern und aufs Kontern, Junuzovic trug einmal mehr maßgeblich dazu bei, dass beides funktionierte. Seine klugen, weiten und intensiven Läufe im Pressing ermöglichten es, den Stuttgarter Aufbau vom Zentrum wegzuleiten. Seine Handlungsschnelligkeit am Ball war ebenfalls wichtig, um in den Offensivaktionen die Schnelligkeit der Bremer Konter zu gewährleisten.

David Goigitzer, abseits.at

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David Goigitzer