Marko Arnautovic agierte an diesem Tag im 4-3-3 am linken Flügel, zog sich in der Defensive jedoch auf die Höhe der Achter zurück, da... Analyse: Arnautovic als Konterstürmer bei der 0:4-Niederlage gegen City
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_Marko Arnautovic - Stoke CityMarko Arnautovic agierte an diesem Tag im 4-3-3 am linken Flügel, zog sich in der Defensive jedoch auf die Höhe der Achter zurück, da sich Stoke in einem 4-1-4-1 formierte. Die Gäste spielen in der Defensive mit Mannorientierungen, weshalb Arnautovic immer wieder Situationen hatte, in denen er Citys Rechtsverteidiger Zabaleta bei seinen Läufen bis tief in die eigene Hälfte verfolgen musste.

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Diese Spielweise in der Defensive kommt Arnautovic entgegen, da er seine Physis sehr gut einsetzen kann und gleichzeitig nicht allzu antizipativ und strategisch in seiner Positionierung und seinem Anlaufen agieren muss.

Interessant beim Defensivspiel des Legionärs ist, dass er nicht so intensiv ins Gegenpressing geht, wie er es beim Nationalteam tut. Nach einer Szene blieb er nach Ballverlust überhaupt stehen, was Mark Hughes zu tolerieren scheint. Bei Koller ist Arnautovic jedoch deutlich aggressiver nach Ballverlusten und hilft bei der Rückeroberung des Spielgeräts. Auch in der prinzipiellen Rückwärtsbewegung, bei Kontern Citys zum Beispiel, musste Arnautovic nicht nach hinten laufen, sondern zockte gemeinsam mit seinen Sturmpartnern für Konter.

Zocken ist überhaupt ein treffendes Wort für Arnautovics Spiel gegen City. Er suchte Lücken, in denen er in die Tiefe sprinten konnte, rückte bei weiten Bällen nach vorne oft weit ein, um auf Chancen zu warten den zweiten Ball zu erwischen. Ballkontakte hatte er jedoch vor allem in den ersten 20 Minuten recht wenige, da City die Partie mit viel Ballbesitz dominierte. Durch seine Fähigkeiten im Dribbling und im Finden von Pässen in die Tiefe war er jedoch immer eine Bedrohung für die Verteidigung der Citizens, wenngleich seine Bemühungen noch fruchtlos blieben. Einmal dribbelte er im Konter an Zabaleta vorbei in die Mitte und schickte Sturmpartner Diouf diagonal, was eine Drei-gegen-Drei-Kontersituation ergab, letzterer verlor jedoch den Ball. Mit fortlaufender Spielzeit fand der linke Stürmer jedoch Räume vor, in die er hineinsprinten und Bälle fordern konnte. Seine Mischung aus Physis und Technik half ihm dabei Bälle zu halten innerhalb weniger Minuten legte er zwei gute Chancen durch Flanken auf.

Stoke taucht ab, Arnautovic muss mit

Früh in Halbzeit zwei konnte Arnautovic mit einer flachen Flanke von links eine große Chance auflegen, Joselu konnte diese jedoch nicht verwerten. Arnautovic arbeitete nun auch in der Defensive öfter mit nach hinten, ob dies auf Anweisung seines Trainers geschah, ist jedoch unklar. Seine Mühe konnte jedoch auch das 3:0 (zur Halbzeit stand es bereits 2:0) nicht verhindern. Die Citizens unterbanden nun besser die gegnerischen Kontersituationen, Arnautovic wurde oft gedoppelt und seine Dribblings, wenn auch oft erfolgreich, wurden oft weg vom Tor geleitet, weshalb er nicht mehr so oft an Torchancen beteiligt war. Die Mannschaft als solches war aber auch im zweiten Durchgang insgesamt schwächer, was natürlich auch Arnautovic beeinflusste. In Minute 75 wurde er ausgewechselt.

Fazit

Arnautovic spielte eine gute Partie, erhielt von whoscored.com ein 8.15 rating und war damit einer der stärksten Spieler am Platz. Vor allem in der ersten Halbzeit war er der gefährlichste Mann in der Stoke-Offensive und mit etwas mehr Sauberkeit in seinem Spiel und etwas mehr Konsequenz im Abschluss seiner Mitspieler hätte ihm wahrscheinlich mindestens ein Assist erbracht.

David Goigitzer, abseits.at

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David Goigitzer