Die ersten Europacupqualifikationsspiele der Saison 2015/16 wurden bereits absolviert, bald wird es nun auch für die österreichischen Clubs ernst. Nachdem der fünfte Europacupstartplatz in... Update zur Fünfjahreswertung: Kniffliger Kampf um Platz 15
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UEFA LogoDie ersten Europacupqualifikationsspiele der Saison 2015/16 wurden bereits absolviert, bald wird es nun auch für die österreichischen Clubs ernst. Nachdem der fünfte Europacupstartplatz in der letzten Saison verloren wurde, haben es sich die heimischen Vertreter zum Ziel gesetzt, diesen wieder zurückzuerobern. Ein einfaches Unterfangen dürfte das allerdings nicht werden. abseits.at blickt auf die neue Saison voraus und nimmt dabei Österreichs Gegner ganz genau unter die Lupe.

  1. Tschechien

Die tschechischen Vertreter hatten in der ersten Qualifikationsrunde spielfrei. Mit Mlada Boleslav steigt in Runde zwei der erste Verein unserer nördlichen Nachbarn ein.

Nächste Runde:

Mlada Boleslav – Strømsgodset (NOR) – ELQ2

Späterer Einstieg:

Viktoria Plzeň (CLQ3), Sparta Prag (CLQ3), Jablonec (ELQ3), Liberec (ELQ3)

  1. Griechenland

Was für Tschechien gilt, gilt auch für Griechenland. PAOK Saloniki steigt in der zweiten Europa-League-Qualifikationsrunde ein, alle anderen Vertreter erst im weiteren Verlauf des Wettbewerbs.

Nächste Runde:

PAOK Saloniki – Lokomotiva Zagreb (CRO) – ELQ2

Späterer Einstieg:

Olympiakos Piräus (CL), Panathinaikos (CLQ3), Asteras Tripolis (EL), Atromitos (ELQ3)

  1. Rumänien

Abgesehen von Steaua Bukarest sucht man große Namen unter den rumänischen Vertretern vergeblich. Verantwortlich dafür sind massive wirtschaftliche Probleme, von denen prominente Vereine wie CFR Cluj, Rapid und Dinamo Bukarest gebeutelt werden. Dadurch rutschte Botosani in den Europacup, das in der ersten Qualifikationsrunde den georgischen Vertreter Spartak Tshkinvali mit einem Sieg und einem Remis ausschaltete.

Nächste Runde:

Steaua Bukarest – Trencin (SVK) – CLQ2

Astra Giurgiu – Inverness (SCO) – ELQ2

Botosani – Legia Warschau (POL) – ELQ2

Späterer Einstieg:

Tirgu Mures (ELQ3)

  1. Österreich

Österreich tritt in dieser Saison mit fünf Vereinen im Europacup an. Als erster Teilnehmer steigt der Wolfsberger AC in die zweite Qualifikationsrunde der Europa League ein, und bekommt es dort bei seiner internationalen Premiere mit Shaktyor Soligorsk aus Weißrussland zu tun.

Nächste Runde:

Wolfsberg – Shaktyor Soligorsk (BLR) – ELQ2

Späterer Einstieg:

Salzburg (CLQ3), Rapid Wien (CLQ3), Altach (ELQ3), Sturm Graz (ELQ3)

  1. Kroatien

Kroatien hat schon fleißig Punkte gesammelt. Hajduk Split und Lokomotiva Zagreb hatten in der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League mit Sillamäe Kalev aus Estland respektive dem walisischen Vertreter Airbus UK keine Probleme und erreichten drei Siege sowie ein Remis.

Nächste Runde:

Dinamo Zagreb – Fola Esch (LUX) – CLQ2

Lokomotiva Zagreb – PAOK Saloniki (GRE) – ELQ2

Rijeka – Aberdeen (SCO) – ELQ2

Hajduk Split – Koper (SLO) – ELQ2

  1. Zypern

Einige Mühe hatte Omonia Nikosia mit Dinamo Batumi aus Georgien in der ersten Europa-League-Qualifikationsrunde. Nach einer Niederlage im Hinspiel mussten die Zyprer um das Weiterkommen zittern, zogen schlussendlich aber doch in die nächste Runde ein. Apollon Limassol gab sich gegen Saxan aus Moldawien hingegen keine Blöße und feierte zwei Siege.

Nächste Runde:

APOEL Nikosia – Vardar Skopje (MKD) – CLQ2

Omonia Nikosia – Jagiellonia Bialystok (POL) – ELQ2

Apollon Limassol – Trakai (LTU) – ELQ2

Späterer Einstieg:

Larnaka (ELQ3)

  1. Polen

Vier Spiele, vier Siege, so lautet Polens Bilanz in ELQ1. Jagiellonia Bialystok fertigte Kruoja Pakruojis aus Litauen ab, während Śląsk Wrocław mit Celje aus Slowenien keine Probleme hatte.

Nächste Runde:

Lech Posen – Sarajevo (BIH) – CLQ2

Legia Warschau – Botosani (ROU) – ELQ2

Slask Wroclaw – IFK Göteborg (SWE)

Jagiellonia Bialystok – Omonia Nikosia (CYP) – ELQ2

  1. Israel

Als bislang einziger israelischer Vertreter war Beitar Jerusalem im Einsatz. Nach einem 0:0 in Kasachstan bei Ordobasy gelang dank eines 2:1 im eigenen Stadion der Einzug in die nächste Runde.

Nächste Runde:

Maccabi Tel-Aviv – Hibernians (MLT) – CLQ2

Hapoel Beer Schewa – Thun (SUI) – ELQ2

Beitar Jerusalem – Charleroi (BEL) – ELQ2

Späterer Einstieg:

Hapoel Kyriat Shmona (ELQ3)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

  1. Tschechien: 25,625 (0,000)
  2. Griechenland: 25,100 (0,800)
  3. Rumänien: 23,508 (0,375)
  4. Österreich: 21,300 (0,000)
  5. Kroatien: 20,125 (0,750)
  6. Zypern: 19,925 (0,750)
  7. Polen: 18,000 (1,000)
  8. Israel: 16,750 (0,375)

Saisonausblick

Die österreichische Bundesliga hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 einen fixen Startplatz in der Champions League zu erreichen. Dafür wäre der zwölfte Rang in der UEFA-Fünfjahreswertung vonnöten. Aktuell rangiert Österreich an der 16. Stelle und wird in der bevorstehenden Saison zu kämpfen haben, sich um eine Position zu verbessern, was den Gewinn eines internationalen Startplatzes zur Folge hätte.

Angesichts des stattlichen Vorsprungs von Tschechien und Griechenland scheint Platz 15, um den man vermutlich mit Rumänien und Kroatien rittern wird, vorerst tatsächlich das Höchste der Gefühle. Auf Rumänien gilt es mehr als zwei Punkte Rückstand wettzumachen, was ob des Divisors von fünf – Rumänien und Kroatien schicken nur je vier Vereine ins Rennen – eine knifflige Herausforderung wird.

Um das Ziel zu erreichen, müssen wohl mindestens zwei Vereine den Einzug in eine Gruppenphase schaffen und dort dann ebenfalls ordentlich punkten. Am ehesten könnte dies aufgrund ihrer Setzungen Salzburg und Rapid gelingen; Sturm Graz, Altach und Wolfsberg müssen hingegen mehrfach auf Losglück hoffen, um alle Qualifikationshürden zu nehmen.

Erleichtert werden könnte die Aufgabe durch den Umstand, dass sich der rumänische Vereinsfußball in einer schweren Krise befindet. Abgesehen von Steaua Bukarest schaffte kein etablierter Club den Sprung ins internationale Geschäft, und dementsprechend schlecht sieht es aus, was die Setzungen in den Qualifikationsrunden betrifft. Und selbst Steaua könnte straucheln, ist der slowakische Meister Trencin doch sicherlich kein Jausengegner.

Gefahr von hinten droht aus Kroatien. Die kroatischen Vereine schnitten bereits in der Vorsaison gut ab und dürften zumindest vorerst auch weiterhin stark punkten – abgesehen von Lokomotiva Zagreb, das auf PAOK Saloniki trifft, meinte es die Auslosung mit Dinamo Zagreb, Rijeka und Hajduk Split recht gut.

Auch Zypern gilt es im Auge zu behalten, von Polen und Israel sollte wegen des Rückstands und der recht schwierigen Auslosung – teilweise eliminieren sich Österreichs Gegner selbst – hingegen vorerst keine Gefahr drohen.

OoK_PS, abseits.at

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