Wir blicken auf die weiteren Geschehnisse in der Österreich-Gruppe und berichten von den beiden Parallelspielen. Wales – Serbien (1- 1) Die Waliser starteten zum... WM-Quali round up Gruppe D: Moldawien holt ersten Punkt
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Moldawien Flagge_abseits.atWir blicken auf die weiteren Geschehnisse in der Österreich-Gruppe und berichten von den beiden Parallelspielen.

Wales – Serbien (1- 1)

Die Waliser starteten zum ersten Mal seit langem mit einer Viererkette, sie formierten sich in einem 4-2-2-2, wobei Aaron Ramsey zurückkehrte. Die Serben hingegen verblieben bei ihrem 3-4-2-1, das sie in den letzten Monaten stark verbessert und den Österreichern damit Probleme beschert haben.

Die Serben versuchten recht hoch zu attackieren und den walisischen Aufbau zu stören. Mit Allen und Ledley agierte man im Zentrum, während Ramsey sich immer wieder tief fallen ließ um die Zirkulation zu unterstützen. Die Serben konnten jenes Zentrum jedoch oft sehr effektiv zustellen, man drängte die Hausherren vor allem nach links, wo Gunther immer wieder isoliert und zu Dribblings gezwungen wurde. Die Waliser kamen so meist nur über hohe Bälle in die gegnerische Hälfte, Standards waren das einzige Mittel mit dem man wirklich Torchancen herausspielen konnte, während die Serben wie immer schnelle Konter und Seitenwechsel fokussierten.

Die Waliser hatten zwar mehr Ballbesitz, das serbische Pressing bereitete ihnen jedoch herbe Probleme, weshalb der Aufbau nur sehr schwer vonstattenging.. Dennoch gingen die Hausherren nach einer halben Stunde in Führung, als Robson- Kanu einen Ballgewinn in der serbischen Hälfte generierte, den Ball zu Bale passte und der aus 18 Metern den Ball ins kurze Eck schoss. Bis zur Halbzeit konnten die Serben kein Tor mehr erzielen.

Die Gäste fanden in der zweiten Halbzeit jedoch schnell wieder ins Spiel, hier war vor allem das starke Pressing behilflich. Durch temporeiche Durchbrüche mit Dribblings und weiträumigem Freilaufen auf den Flügeln kamen die Serben immer wieder zu guten Angriffen, wo jedoch der letzte Punkt an Effektivität fehlte und man nicht allzu oft aufs walisische Tor schoss. Mit Fortlauf der Spielzeit wurde es immer enger für die Serben, obwohl diese ein gutes Spiel ablieferten und wie erwähnt gute Angriffe aufbauten. In der 85. Minute war es soweit, als Mitrovic den serbischen Ausgleich und damit die Entscheidung herbeiführte. Nach einer Flanke von Rukavina stieg Mitrovic im Strafraum am höchsten und erzielte das 1:1.

Georgien – Moldawien (1-1)

Die Moldawier gastierten bei den Georgiern, die bereits einen Punkt in der Qualifikation ergattern konnten. Die Moldawier hingegen waren noch punktelos und wollten dies natürlich ändern. Beide Mannschaften agierten im 4-2-3-1 gegeneinander und verteidigten gewohnt sehr mannorientiert, was zu einer Partie führte die von Zweikämpfen geprägt war. Es gab wenig flüssige Spielzüge zu sehen. Deswegen bedurfte es auch einer Einzelaktion in der 16. Minute, als Kazaishvili nach kurzem Haken den Ball vom Strafraum von links ins lange Eck schlenzte. Zwar gab es auf beiden Seiten dann auch immer wieder Torgelegenheiten, jedoch konnte keines der Teams diese auch nutzen, weshalb Georgien mit einer 1:0-Führung in die Pause ging.

In der zweiten Halbzeit hatte zwar Georgien den Großteil des Ballbesitzes, Moldawien wurde jedoch immer wieder durch Konter gefährlich. Mehrere Versuche den Ausgleich zu erzielen wurde jedoch immer wieder verhindert. Oft war Torhüter Loria zur Stelle und verhinderte Schlimmeres. Das kaum vorhandene Gegenpressing der Georgier wurde ihnen zum Verhängnis, die Ballbesitzstruktur war nicht dicht genug um diese Konter zu verhindern. Die Moldawier waren also durchaus gefährlich, konnten aus den besten Chancen jedoch kein Tor erzielen. In der 78. Minute gelang aber Gatcan mit einem Kunstschuss aus dem linken Strafraumeck der Ausgleich. Nach einer missglückten Klärung der georgischen Abwehr kam der Ball zu ihm, nach starker Annahme mit der Brust schoss er volley aus der Drehung ins lange Kreuzeck und ließ Loria keine Chance. Die Georgier konnten den alten Abstand nicht mehr herstellen, weshalb man sich die Punkte teilte und Moldawien seinen ersten Zähler dieser WM- Qualifikation einfuhr.

David Goigitzer, abseits.at

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David Goigitzer